Baden gegangen an der Weser

TTBL: SV Werder Bremen – Herren 1                  3:1

Auch im dritten Anlauf wurde es für den ASV nichts mit einem Sieg gegen Werder Bremen. Dabei waren die Voraussetzungen diesmal gut, denn die Hanseaten rissen im bisherigen Saisonverlauf noch keine Bäume aus und mussten zudem auf Spitzenspieler Bastian Steger verzichten, während die Gäste in Bestbesetzung auflaufen konnten. Doch der ASV konnte diese Steilvorlage nicht nutzen und unterlag in einer engen Partie mit 3:1.

Bis zum Spielstand von 1:1 verlief eigentlich alles nach Plan. Zwar musste Sam Walker zu Beginn gegen den entschlossener und druckvoller agierenden Kirill Skachkov in vier Sätzen passen, dafür hielt sich der agile Masataka Morizono mit demselben Ergebnis an Constantin Cioti schadlos.

Doch dann mussten sich nacheinander sowohl Alvaro Robles gegen Hunor Szöcs, als auch Masataka Morizono gegen Kirill Skatchkov mit 11:9 im Entscheidungssatz beugen. Während das Spiel von Alvaro hin und her wogte und der Spanier im ASV-Trikot eine ansprechende Leistung bot, die leider nicht belohnt wurde, dominierte Masataka gegen den zwei Köpfe größeren Russen Kirill Skatchkov die beiden Auftaktsätze fast nach Belieben. Dann jedoch fand der Russe immer besser ins Match und konnte in einem furiosen Finish den zweiten Saisonsieg für sein Team sichern.

Durch die unter dem Strich unnötige Niederlage an der Weser rutschte der ASV auf den vorletzten Tabellenplatz ab, während Bremen am ASV vorbei auf Position 7 vorrücken konnte.

 

Weitere Ergebnisse:

Verbandsklasse: Herren 3 – TTC Odenheim 2   9:2
TS Durlach – Jungen 1 3:8
Bezirksklasse: TTC Weingarten – Herren 4 8:8
Jungen 2 – TS Durlach 2 7:7
TSV Karlsdorf – Jungen 2 6:8
Kreisliga: SG Söllingen/Wöschbach 2 – Jungen 3 6:2
Kreisklasse A: Herren 5 – TTC Forchheim 2 9:0
Kreisklasse: VSV Büchig – Schüler B 1:6
Kreisklasse D: Herren 6 – TS Durlach 4 7:1

  

 

Attraktives Vorrundenfinale

So. 04.12., 15 Uhr: Herren 1 – 1. FC Saarbrücken-TT

In der TTBL hat sich im bisherigen Saisonverlauf eine Zweiklassengesellschaft herausgebildet. Während die Teams aus Ochsenhausen, Düsseldorf, Fulda und Saarbrücken scheinbar unaufhaltsam auf die Playoffs zusteuern und somit den Meistertitel ausspielen, bilden die übrigen 5 Teams aus Bergneustadt, Mühlhausen, Bremen, Grenau und der ASV die untere Tabellenhälfte. Dennoch sind die Underdogs gegen die Topteams nicht ganz chancenlos, wie etwa der Sieg von Mühlhausen über Fulda beweist.

Dennoch ist der ASV auch beim Gastspiel des 1. FC Saarbrücken-TT krasser Außenseiter. Die Saarländer haben ihr Team gegenüber der Vorsaison verändert und sich mit den Nationalspielern Patrick Baum und Patrick Franziska nochmals verstärkt. Mit Bojan Tokic und Thiago Apolonia bilden diese ein Quartett, das sich sehen lassen kann.

Besonders Patrick Franziska hat sein letztjähriges Tief überwunden und zu alter Stärke zurückgefunden. Dagegen kam der Portugiese Thiago Apolonia, der in den zurückliegenden Spielzeiten stets zu den Topakteuren der TTBL zählte, bislang nicht in Fahrt und konnte erst am letzten Spieltag seinen ersten Einzelerfolg feiern. Dennoch konnte auch dies die überraschende Niederlage gegen den TTC Bergneustadt nicht verhindern.

Im Lager des ASV leckt man nach der unglücklichen Niederlage in Bremen die Wunden, denn das Vorhaben, durch einen Sieg an der Weser sich weiter vom Tabellenkeller zu entfernen, ging in die Hosen. Ob der Befreiungsschlag nun gegen die Saarländer nachgeholt werden kann, erscheint fraglich. Zwar hat der ASV mit Masataka Morizono einen Spitzenspieler an Bord, der an einem guten Tag fast jeden Gegner schlagen kann, doch seine Mitstreiter Sam Walker und Alvaro Robles konnten sich bislang immer noch nicht richtig an die raue TTBL-Luft gewöhnen, während der junge Dang Qiu in seiner Premierensaison in der höchsten Spielklasse gute Ansätze zeigte und eine gute 2:2 Bilanz aufweisen kann.

So wird sich ASV-Coach Rade Markovic sicher wieder überlegen, welcher Formation er gegen das Starensemble von der Saar das Vertrauen schenkt.

   

   

Kräftemessen der Bundesliga-Reserven

Sa. 03.12., 18 Uhr: Herren 2 – Post SV Mühlhausen 2

Zu einem weiteren Heimspiel empfängt die ASV-Reserve den Tabellennachbarn Post SV Mühlhausen 2. Beide Mannschaften tummeln sich im Mittelfeld der Tabelle und wollen zum Ende der Vorrunde ihr Punktekonto nochmals aufbessern.

Die Gäste haben mit dem letztjährigen TTBL-Akteur Bohumil Vozicky einen überragenden Spieler in ihren Reihen und auch sein Partner im Spitzenpaarkreuz, Erik Schreyer, dürfte den ASV-Fans bekannt sein. Hier werden Jan Zibrat und Geir Erlandsen alle Hände voll zu tun bekommen, damit ihr Team nicht entscheidend ins Hintertreffen gerät.

Dagegen dürfte der ASV im hinteren Paarkreuz, wo Florian Bluhm und Marlon Spieß bislang eine gute Saison spielen, gegenüber ihren Kontrahenten Olegs Kartuzovs und Andreas Wenzel leicht im Vorteil sein.

Am Ende dürfte die bessere Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden.

 

Weitere Spiele:

Fr. 02.12., 20 Uhr: Herren 4 – TTC Forchheim

Fr. 02.12., 20:15 Uhr: TTV Friedrichstal – Herren 5

Sa. 03.12., 13 Uhr: Jungen 2 – TTF Spöck

Sa. 03.12., 16 Uhr: Jungen 3 – TTC Weingarten 2

Sa. 03.12., 17 Uhr: EK Söllingen – Herren 3

So. 04.12., 11 Uhr: TTF Spöck 5 – Herren 6

     
      

Dem Favoriten die Stirn geboten

 TTBL: Herren 1 – Borussia Düsseldorf                        1:3

Eine volle Halle, tolle Stimmung, Stars zum Anfassen und hochkarätiger Spitzensport, das wurde beim Gastspiel von Rekordmeister Düsseldorf dem ASV-Anhang geboten. Dass am Ende nichts Zählbares für die tapferen Badener heraussprang war zwar ärgerlich, jedoch eher sekundär, denn die Gäste waren in den entscheidenden Situationen ausgebuffter.

Das Gästeteam stellte sich quasi von alleine auf, denn während der am Fuss lädierte Kristian Karlsson die Reise nach Grünwettersbach erst gar nicht angetreten hatte, musste der erkrankte Stefan Fegerl kurzfristig passen und das Hotelbett hüten. Dagegen entschied sich ASV-Coach Rade Markovic für eine unerwartete Aufstellungsvariante, da er den letzjährigen Helden von Düsseldorf, Sam Walker in der Spielerbox ließ und Masataka Morizono, Alvaro Robles und Dang Qiu das Vertrauen schenkte.

Bereits das Eingangseinzel zwischen Masataka Morizono und Kamal Achanta brachte Sport vom Feinsten. Nach anfänglichem Abtasten steigerten sich beide Akteure und boten dem Publikum beste Unterhaltung. Da zudem Masataka Morizono beim 11.6, 6:11, 13:11 und 11:8 das bessere Ende für sich hatte, kochte die Halle.

Den erwarteten Dämpfer erhielt die ASV-Euphorie gleich im Anschluss, da Timo Boll gegen Alvaro Robles nie ernsthaft gefordert wurde und mit 11:4, 11:8 und 11:8 sicher für sein Team ausgleichen konnte. Zwar mühte sich Alvaro nach Kräften, doch der routinierte mehrfache Europameister ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und egalisierte für die Borussia.

Nach der Pause agierte Dang Qiu gegen Anton Källberg in einem packenden Duell der beiden Youngster auf Augenhöhe, ohne am Ende belohnt zu werden. Symptomatisch der 2. Satz, als Dang nach verlorenem Auftaktsatz immer besser ins Match fand, sich in der Verlängerung drei Satzbälle erspielte, die der junge Schwede zweimal dank glücklicher Netzroller abwehren konnte, um dann seinerseits mit 16:14 zu triumphieren. Zwar holte sich Dang Durchgang drei, doch im 4. Satz war wieder Anton Källberg trotz heftigster Gegenwehr an der Reihe und brachte sein Team durch ein enges 11:6, 16:14, 9:11 und 11:8 mit 2:1 in Front.

Mit Spannung wurde nun das Spiel der beiden Spitzenspieler erwartet. Doch auch bei seinem zweiten Auftritt agierte Timo Boll gegen Masataka Morizono dank seines exzellenten Aufschlag-Rückschlag-Spiels ruhig uns souverän und ließ den wieselflinken Japaner nicht zur Entfaltung kommen. Lediglich im dritten Satz konnte Masataka Timo in Bedrängnis bringen, doch als er in der Endphase dieses Satzes zwei Chancen liegen ließ, wurde dies von Timo Boll eiskalt bestraft. Mit 11:5, 11:5 und 11:9 sicherte Timo Boll einmal mehr den Sieg für seine Borussen.

Während der Rekordmeister weiter gleichauf mit Ochsenhausen und Fulda an der Tabellenspitze verweilt, konnte der ASV trotz der Niederlage seinen 6. Platz mit bei nunmehr 4:8 Punkten verteidigen.

      

Auch ASV verliert das Derby!

 
TTBL: TTF Liebherr Ochsenhausen – Herren 1       3:0

Wie im Fußball ging auch in Deutschlands höchster Tischtennisliga das Duell Baden gegen Württemberg zu Gunsten der Schwaben aus. Ohne ihre Nr. 1, Masataka Morizono, der noch in Japan weilte und erst in der Partie gegen Düsseldorf wieder das ASV-Trikot überstreifen wird, standen die Badener in Oberschwaben auf verlorenem Posten, obwohl der TTF seinerseits auf seine Euro-Stars Simon Gauzy und Jakub Dyjas verzichtete. Zwar konnte der ASV die Partie über weite Strecken offen gestalten, doch in den entscheidenden Phasen agierten die in der Weltrangliste deutlich höher positionierten TTF-Talente entschlossener.

In einem hochklassigen Auftaktmatch erwischte Sam Walker gegen Hugo Calderano zunächst den besseren Start und gewann den 1. Satz. Doch der Brasilianer im TTF-Dress konnte sich steigern, schaftte den Satzausgleich und lag im 3. Durchgang lange vorne. Doch Sam kämpfte sich wieder heran, erspielte sich in der Verlängerung einige Satzbälle um dann doch mit 13:15 zu unterliegen. Damit war sein Widerstand gebrochen und Hugo Calderano hatte wenig Mühe die Partie für sich zu entscheiden.

Alvaro Robles spielte gegen den Abwehrstrategen Yuto Muramatsu ebenfalls lange Zeit gut mit, obwohl er mit den starken Aufschlägen des Japaners seine Mühe hatte. Doch sowohl im 1. wie im 3. Satz, die jeweils mit 9:11 an den Gastgeber gingen, scheiterte er knapp, während Durchgang 2 deutlich mit 11:6 an den sicher agierenden Japaner ging.

Schließlich hatte auch Dang Qiu gegen den letztjährigen ASVler Joao Geraldo starke Momente und gewann den 1. Satz in der Verlängerung. Dann jedoch kam Joao zunehmend besser ins Match und konnte die folgenden Durchgänge jeweils knapp für sich entscheiden. Dabei unterliefen dem ASV-Youngster der eine oder andere unnötige Fehler, die ein besseres Ergebnis verhinderten.

Die Niederlage beim hohen Favoriten ist für das junge ASV-Team, das mit nunmehr 4:6 Punkten auf den 6. Tabellenplatz abrutschte, durchaus zu verschmerzen, da die gezeigten Leistungen durchaus Hoffnung für die kommenden Aufgaben geben.

    
       

Tabellenführer eine Nummer zu groß

 
TTBL: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Herren 1    3:0

Die erwartete Niederlage kassierte das junge ASV-Quartett beim Spitzenreiter in Fulda. Dabei verkaufte der Gast sein Fell teuerer als es das reine Ergebnis vermuten ließ, blieb jedoch am Ende ohne realistische Siegchance.

Beide Teams griffen beim Aufstellungspoker in die Trickkiste. So stellten die Hausherren ihre etatmäßige Nr. 2, Jonathan Groth an Postition 3 auf, während beim ASV Jan Zibrat, der in der letzten Saison Wang Xi besiegen konnte, sein Saisondebüt in der TTBL gab.

Gleich im ersten Match kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Letztgenannten, diesmal jedoch mit dem besseren Ende für Wang, der dem keineswegs enttäuschenden Jan Zibrat nur einen Satzgewinn gestattete.

Am meisten umkämpft war das 2. Match zwischen Masataka Morizono und dem deutschen Nationalspieler Ruwen Filus. Letzterer lief speziell im Entscheidungssatz zur absoluten Topform auf und gab so Masataka in diesem Satz mit 11:5 das Nachsehen.

Sam Walker startete gegen den dänischen Meister Jonathan Groth stark und konnte den ersten Satz knapp für sich entscheiden. Doch im Folgenden nahm der junge Däne immer mehr das Heft in die Hand und punktete schließlich zum 3:0 Sieg für den TTC, der somit als einziges Team noch ohne Verlustpunkt ist.

   

Neuzugänge sichern Sieg bei Heimpremiere

TTBL: Herren 1 – Post SV Mühlhausen              3:1

Dank ihrer starken Neuzugänge Masataka Morizono und Dang Qiu konnte der ASV sein Punktekonto auf 4:2 Zähler schrauben und den dritten Tabellenplatz zurückerobern.

Überragender Akteur im Tischtenniszentrum war Spitzenspieler Masataka Morizono, der das Grünwettersbacher Publikum im Sturm eroberte. Bis in die Haarspitzen motiviert, emotional und fokusiert blieb der kleine quirlige Japaner ohne Satzverlust und legte damit den Grundstein zum Sieg. Weder Ovidiu Ionescu im Eröffnungseinzel noch Daniel Habesohn im letzten Spiel des Nachmittags hatten gegen Masataka eine reale Siegchance.

Im zweiten Spiel lieferten sich Alvaro Robles und der österreichische Mannschaftseuropameister Daniel Habesohn ein Duell auf Augenhöhe, das der routinierte Postler erst im Entscheidungssatz für sich entscheiden konnte und so für seine Farben zum zwischenzeitlichen 1:1 ausglich.

Den emotionalen Höhepunkt eines spektakulären Nachmittags bildete das dritte Spiel, wo sich ASV-Youngster Dang Qiu und Exnationalspieler Lars Hielscher gegenüberstanden. Dabei sah Dang im vierten Satz bei einer deutlichen Führung bereits wie der sichere Sieger aus, musste sich jedoch im Endspurt noch abfangen lassen. Im Entscheidungssatz zog dann Lars Hielscher schnell mit 5:1 davon und die Messe schien gelesen, doch Dang kämpfte sich Punkt um Punkt heran und hatte beim 10:7 drei Matchbälle, wobei er seinen letzten zum 11:9 unter dem tosenden Applaus des Publikums verwerten konnte.

Das letzte Einzel war dann wie bereits erwähnt, fast nur noch Formsache für einen entfesselnd aufspielenden Masataka Morizono, der sich im dritten Satz fast noch eine deutliche Führung aus der Hand nehmen ließ, die Kurve jedoch wieder rechtzeitig bekam.
       

   

Niederlage ohne Leitwolf

TTBL: TTC Zugbrücke Grenzau – Herren 1                        3:1

Ohne Masataka Morizono musste der ASV im Westerwald seine erste Saisonniederlage einstecken. Bereits das Eröffnungseinzel zwischen Kou Lei und Alvaro Robles brachte dabei eine gewisse Vorentscheidung. In einem hochklassigen Spiel war dabei der Spanier in Diensten des ASV nicht gerade vom Glück begünstigt. Bei 1:2 Satzrückstand führte Alvaro im vierten Durchgang bereits mit 9:6 und 10:8 musste dann jedoch Satz- und Kantenbälle hinnehmen und verpasste so den finalen Satz.

Im Anschluss kam Sam Walker mit dem aggressiven Spiel des jungen Japaners Kohei Sambe überhaupt nicht zurecht und unterlag recht deutlich in drei Sätzen.

Besser machte es Dang Qiu bei seiner Premiere im ASV-Trikot. Gegen seinen höher eingestuften älteren Bruder Liang lieferte er sich ein Familienduell auf Biegen und Brechen und hatte im Entscheidungssatz klar mit 11:3 die Nase vorn. Ein Sieg der für die kommenden Partien Mut macht.

Auch bei seinem zweiten Einsatz gegen den gebürtigen Chinesen Kou Lei stand Sam Walker dann auf verlorenem Posten. Auch hier fand er gegen das kompromisslose Angriffspiel kein Mittel und unterlag in drei Sätzen.

Unter dem Strich zeigte der ASV eine couragierte Leistung, wobei speziell Alvaro Robles und Dang Qiu ihre derzeit gute Form unter Beweis stellten.

     

    

Yes, we can!

TTBL:   TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV    2:3

Mit einem Start nach Maß eröffnete der ASV seine zweite Erstligasaison. Zwar sah es zunächst danach aus, als würde das Team nahtlos an die letztjährigen Erfahrungen, als man zwar gut mitspielte, aber in den entscheidenden Phasen doch patzte, anknüpfen, doch durch einen starken Endspurt machte das junge ASV-Team aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg.

Vor einer mageren Kulisse erwischten die Hausherren zunächst den besseren Start. Riofahrer Sam Walker unterlag zunächst Steffen Mengel in drei Sätzen, wobei der junge Brite durchaus Chancen hatte, diese jedoch aufgrund einer deutlichen Vorhandschwäche nicht nutzen konnte. Auch Masataka Morizono wirkte in seinem ersten Spiel im ASV-Trikot gegen Benedikt Duda nervös. Trotz einer 2:0-Satzführung konnte der junge Japaner in den folgenden drei Sätzen jeweils Führungen nicht ins Ziel retten und musste sich im Satzfinish dem nervenstarken TTC-Eigengewächs beugen.

Zur Pause deutete daher fast alles auf einen ASV-Fehlstart hin. Doch Alvaro Robles leitete durch eine abgeklärte Leistung gegen den nach einer langen Verletzungspause aufgebotenen Ricardo Walther die Wende ein. Durch sicheres und druckvolles Topspin-Spiel holte Alvaro gegen den noch nicht in Topform agierenden TTCler beim 3:0 den ersten ASV-Punkt. Anschließend konnte sich auch Masataka Morizono gegen Steffen Mengel immer mehr steigern und die Nervosität zunehmend ablegen. Am Ende stand ein doch recht ungefährdeter 3:1-Erfolg für den aggressiv am Tisch agierenden Neugrünwettersbacher zu Buche.

Somit musste beim Stande von 2:2 im letzten Match zwischen Sam Walker und Benedikt Duda die Entscheidung fallen. Dabei sah es lange nach einem Sieg für Benedikt aus, der zunächst sicher und souverän agierte und mit 2:1 Sätzen in Führung ging. Doch wie in Rio, wo Sam gegen den Franzosen Simon Gauzy ein fulminantes Abschlussmatch lieferte, blieb Sam am Ball und schaffte zunächst den Satzausgleich. Auch im finalen Durchgang ließ er sich durch teilweise deutliche Rückstände nicht aus dem Konzept bringen, schaffte beim 8:8 erstmals den Ausgleich und just als sich im heimatlichen Grünwettersbach ein Gewitter entlud, brachen auch beim ASV alle Dämme, als Sam seinen ersten Matchball zum 11:8 verwerten konnte.

Ein Auftakt nach Maß, der dem junge Team sicher viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben – am 11.09. in Grenzau und dann am 18.09 zu Hause gegen Mühlhausen – geben wird.